Italien mit Immobile

FußballWM 2014

24.06.2014

Mit Immobile ins Alles-oder-Nichts-Spiel

Italien darf gegen Uruguay nicht verlieren, sonst droht das Aus, wie schon 2010. Die Hitze in Natal könnte dabei zum Problem werden.
Lupe

Dortmunds Neuzugang Ciro Immobile steht vor seinem Startelf-Debüt für Italien bei der WM
(Copyright: getty)

Natal – Nicht einmal der Wettergott hat ein Einsehen mit Italien.

„Ganz schön heiß hier“, sagte Nationaltrainer Cesare Prandelli nach der Ankunft im „Backofen“ Natal, wo nach tagelangen Regenfällen inzwischen Hochsommer im Winter herrscht.

Für die alternden Azzurri bedeutet das nichts Gutes:

Im Alles-oder-Nichts-Spiel gegen Uruguay (ab 17.30 Uhr im LIVE-TICKER) steht vier Tage nach dem peinlichen 0:1 gegen Costa Rica die nächste Hitzeschlacht an.

Prandelli erbarmungslos

Prandelli kannte daher kein Erbarmen und schickte seine Spieler am Sonntag um 13 Uhr bei 30 Grad und drückender Hitze zum Training.

Denn eine Niederlage würde wie schon 2010 den WM-K.o in der ersten Runde bedeuten. (SERVICE: Der WM-Rechner).

„Das ist das wichtigste Spiel meiner Karriere“, sagte Prandelli. (WM-Tippspiel: Mitmachen und 100.000 Euro gewinnen!)

Auch für Mittelfeld-Regisseur Andrea Pirlo ist die Begegnung „nur mit einem Halbfinale oder Finale“ vergleichbar.

Im Spiel des viermaligen Weltmeisters gegen den zweimaligen droht einem der beiden das Aus hinter Überraschungsmannschaft Costa Rica.

Sollte Italien ausscheiden, wäre das „eine große Enttäuschung für mich und das ganze Land“, so Pirlo.

Nicht wie 2010

Schon 2010 in Südafrika hätte dem Titelverteidiger im letzten Gruppenspiel gegen die Slowakei ebenfalls schon ein Remis gereicht.

Am Ende hieß es 2:3, Italien wurde Gruppenletzter, Trainer Marcello Lippi trat zurück und machte Platz für Prandelli.

„Italien steht in Natal wieder einmal am Scheideweg“, schrieb die Sporttageszeitung „Tuttosport“.

Gut möglich, dass Prandelli daher angesichts der klimatischen Bedingungen eine verjüngte Mannschaft auf das Feld schickt.

BVB-Neuzugang Ciro Immobile (24) steht vor seinem Startelf-Debüt.

Uruguay setzt wieder auf Suarez

Derweil setzt Uruguays Nationaltrainer Oscar Tabarez vor allem auf den wiedergenesenen Torjäger Luis Suarez.

„Bei allem Respekt für den Rest der Mannschaft: Luis ist selbst dann eine Option, wenn er nicht zu 100 Prozent fit ist. Schon seine Präsenz wird wichtig sein“, sagte der 67-Jährige.

Suarez, der gegen England (2:1) doppelt getroffen hatte, versprach den Fans einen großen Kampf. „Wir wissen, was auf dem Spiel steht. Beide Teams werden versuchen zu gewinnen“, sagte der Stürmer des FC Liverpool.

 

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